Adhärenz in der Physiotherapie

KindergymnastikMessner (2011) zitiert in seiner Dissertation zur "Adhärenz in der Physiotherapie : Entwicklung und Evaluation einer Intervention zur Steigerung der Adhärenz in der ambulanten Physiotherapiee" in seiner Einleitung Abraham Lincoln mit:

"Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können."

Messner bezieht sich unter anderem auf Schwarzers (2004) HAPA-Modell. Gerade im Bereich der Wenn-Dann-Pläne (implementation intentions) nach Gollwitzer ist Messners Arbeit höchst lesenswert und bspw. im Bereich der Situationstypen A B C des ZRM-Trainings evtl. adaptierbar! In der Zusammenfassung (Abstract) ist zu lesen:

"Durch eine zusätzliche volitionale Intervention lässt sich die Adhärenz von Patienten im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung steigern. Eine Implementierung der Interventionsinhalte in die Therapie scheint durchaus Erfolg versprechend. Weiterhin wird deutlich, dass Transfereffekte auf Seiten der Patienten zu erwarten sind und diese in der Lage sind, eigenständig volitionale Planungs- und Kontrollstrategien anzuwenden. Dies deutet vor dem Hintergrund der begrenzten zeitlichen Ressourcen auf eine vielversprechende Integrationsmöglichkeit" (Messner, 2011)

Anbei der freie Zugang vom Server der Universität Konstanz zu dieser Arbeit.

 

Positiver Affekt und Zielverfolgung

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Positiver Affekt erzeugt Handlungsfähigkeit unter der Voraussetzung, dass eine Verpflichtung gegenüber einem Ziel besteht. Gibt es konkurrierende Ziele, führt positiver Affekt zu einer Abnahme der Anstrengungen, das erste Ziel zu erreichen. 

Diese Studie unterstreicht die zugrundeliegende Hypothese. Im Zusammenhang mit dem so genannten "goal shielding" (Zielabschirmung) bei selbstkongruenten Zielen, die mït intrinsischer Motivation verfolgt werden, stützen die Ergebnisse dieser Studie die theoretischen Annahmen des Zürcher Ressourcen Modells (ZRM).