HabitFourge.Com

 

 

 

habitfourgeInnerhalb eines ZRM - Trainings werden bei der Arbeit mit Situationstypen (A-Können, B-Trainieren, C-Risiko) neue Gewohnheiten aufgebaut. Alte Habits (unerwuenschte Automatismen) werden schrittweise abgebaut. Selbstbeobachtung und -reporting sind dabei essentielle Bausteine des Trainings.

In logopädischen Behandlungen geht es fast immer um den Aufbau stabiler, automatisierter Leistungen (Sprcahe, Sprechen, Stimme, Schlucken). Das Gleiche gilt für Ergotherapie und Physiotherapie (in anderen Bereichen). Wir können das ZRM - Training als wirksame, transfersichernde "Hintergrund"-Intervention nutzen, damit unsere KlientInnen ihre Ziele leichter erreichen.

Für diejenigen, die gut Englisch können (oder für uns TherapeutInnen - vielleicht wollen wir ja auch irgend etwas ändern :-)) gibt es eine nette URL: http://habitforge.com/

Ihr tragt (nach Registrierung - Free User - kostet nichts) Euere neu zu etablierende Gewohnheit ein und werdet täglich 21 Tage lang per Mail daran erinnnert.

ZRM-mäßig kann das wundervoll als externe Ressource genutzt werden. Beispielsweise tragt ihr einfach Euer Motto-Ziel ein und werdet daran erinnert. Feine Sache, wie ich finde.

 

 

 

Embodiment, Multiple Code Theory, Facial Feedback

Es ist schön, dass wissenschaftliche Forschung der Allgemeinheit frei zur Verfügung stehen kann. Ein Beispiel dafür ist der Forschungbericht der Uni Bern "Vom Embodiment-Konzept zur körperzentrierten Psychotherapie" von Wolfgang Tschacher und Maja Storch (Nr. 09-1): "Embodiment hilft bei der Beantwortung der Frage, wie situationsangepasste Musterbildung in der Psyche zustande kommt, wie Denken und zielgerichtetes Handeln, Fühlen und Wahrnehmen charakterisiert sind" (S.2).

Jenseits allgemein gehaltener "ganzheitlicher" Ansätze in der Sprachtherapie, die kaum wissenschaftliche Evidenzen zu Ihrer Begründung liefern, wird hier eine umfassende Körpereinbindung  ordentlich und nachvollziehbar begründet.

Für SprachtherapeutInnen besonders aufschlussreich sind die Ausführungen zum "Facial Feedback" insbesondere im Zusammenhang mit Myofunktioneller Therapie:

"Eine berühmt gewordene Studie (Strack, Martin & Stepper, 1988) manipulierte unter einem Vorwand die muskuläre Anspannung der Gesichtsmuskeln von Versuchspersonen. Es galt, einen Schreibstift mit dem Mund zu führen und damit Worte auf Papier zu schreiben. Wenn der Stift zwischen die Zähne genommen wird, werden die für Lächeln zuständigen Muskeln (m. zygomaticus, Jochbeinmuskel) im Gesicht aktiviert. Diese Aktivierung führte bei den Versuchspersonen dazu, dass sie Cartoons als signifikant lustiger einschätzten als wenn sie den Stift mit den Lippen führten (was zur Entspannung der zygomaticus-Muskulatur führt). Man kann dies auf eine Art Körperfeedback oder „facial feedback“ (Ekman, 2004) zurückführen" (S.5).

Aus linguistischer Perspektive ist die im Bericht skizzierte "Multiple Code Theory" von Wilma Bucci relevant in Bezug auf die Verwendung von Bildern in der Therapie und deren möglicher "Versprachlichung". Weitere Forschungstätigkeit aus logopädischem Hintergrund zum "Logogen-Modell" und den spannenden Implikationen, die die "Multiple Code Theory" hierfür liefern könnte, wäre begrüßenswert.

Ein Auszug aus dem Bericht zu Bucci: "Die Multiple Code Theory geht davon aus, dass Information vom Menschen grundsätzlich in zwei Arten von Codes wahrgenommen und verarbeitet werden kann: in vorsymbolischer (körperlicher) und in symbolischer Form. Die symbolische Form hat zwei Ausprägungen, die symbolisch verbale (Buchstaben/Worte) und die symbolisch nonverbale (Bilder). Der Mensch verfügt nach Bucci also über insgesamt drei Varianten der Informationsverarbeitung. Zwei Varianten verarbeiten Symbole, eine Variante kommt ohne Symbole aus und bezieht sich ausschliesslich auf körperliche Empfindungen" (S. 12).

Dies wird in folgender Abbildung auf S. 13 dargestellt:

Informations-Codes

Symposium des Milton-Erickson-Institus Heidelberg

Anlässlich des diesjährigen Symposiums des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg (http://meihei.de) besuche ich einen Vortrag und einen Workshop beim "Erfinder" der PSI-Theorie Prof. Dr. phil. Julius Kuhl. Die PSI-Theorie ist integraler Bestandteil der Persönlichkeitsschicht von MOVER und wesentlich für das Zürcher Ressourcen Modells (ZRM). Das Thema des Vortrags wird von ihm wie folgt beschrieben:

"Bilderwelten: Wie funktionieren intelligente Bedürfnisse?

Wohlbefinden und Gesundheit hängen maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, die eigenen Bedürfnisse angemessen zu befriedigen. Dazu ist eine enorme Intelligenzleistung erforderlich. Es müssen im richtigen Moment passende Gelegenheiten zur Befriedigung eines aktuellen Bedürfnisses identifiziert werden. Es müssen Handlungen gefunden werden, die kontextangemessene Formen der Befriedigung ermöglichen. Es müssen intra- und interindividuelle Konflikte zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen gelöst werden. Es werden motivationspsychologische Forschungsergebnisse dargestellt, die zeigen, wie intelligente Formen der Bedürfnisbefriedigung durch "Bilderwelten" vermittelt werden." (Abstractband, 2012).

 

Am Freitag nehme ich als Teilnehmer des Vortrags von Dr. Maja Storch zum ZRM teil:

"Wunschbilder, die mich motivieren - Die ZRM Wunschelemente-Technik und selbstgenerierte Ressourcenbilder

Neue Ergebnisse der Motivationspsychologie zeigen, dass nachhaltige intrinsische Motivation nicht mit konkreten Verhaltenszielen, sondern mit bildhaft formulierten Motto-Zielen erreicht wird. Diesen Zieltypus haben Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause im Rahmen des Zürcher Ressourcen Modells ZRM entwickelt. Motto-Ziele stellen eine unerlässliche motivationale Voraussetzung für zielrealisierendes Handeln dar. Sie erhalten ihre Wirksamkeit durch die Koordination von bewussten Absichten und unbewussten Bedürfnissen. Erreicht wird diese Koordination durch die Arbeit mit inneren Wunschbildern.

Dr. phil. Maja Storch ist Diplom-Psychologin und Psychoanalytikerin (C.G. Jung). Sie ist Mitentwicklerin des Zürcher Ressourcen Modells ZRM, Trainerin, Autorin und Inhaberin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich ISMZ, einem spin-off der Universität Zürich." (Abstractband, 2012)

 

 

Ich assistiere ich beim auf den Vortrag von Dr. Storch aufbauenden Workshop von Dipl.-Psych. Annette Diedrichs. Sie "ist diplomierte Psychologin mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie, zertifizierte ZRM-Trainerin, ZRM-Ausbildungstrainerin und Autorin. Sie arbeitet freiberuflich unter anderem als Coach und als Trainerin fürs ISMZ." (Abstractband, 2012).  Ihre Workshopbeschreibung:

"Motto-Ziele in der Praxis - das Bauen von Motto-Zielen mit der Wunschelemente-Technik des Zürcher Ressourcen Modells

Die aktuelle Motivationspsychologie setzt ihren Fokus immer mehr auf Ziele als treibende Kraft für die Erzeugung von intrinsischer Motivation. Im Zuge der Forschung zu diesem Thema wurde deutlich, dass ein wesentlicher Faktor für Motivation starke positive Affekte sind. Starke positive Affekte weisen darauf hin, dass bewusste und unbewusste Bedürfnisse optimal koordiniert worden sind. Dieses Ergebnis hat Konsequenzen für die Art und Weise, wie Ziele formuliert werden müssen, wenn sie motivierende Effekte haben sollen. Im Rahmen der Studien zum Zürcher Ressourcen Modell ZRM wurde in den letzten 10 Jahren an einem neuen Zieltyp gearbeitet, der diese Anforderung erfüllt: Motto-Ziele. Motto-Ziele zielen auf die Haltungsebene, sind im Präsens formuliert, in einer bildhaften Sprache abgefasst und sie lösen ausschliesslich starke positive Affekt und keine negativen Affekte aus." (Abstractband, 2012)

Forum für Ideenkorb eingerichtet

 

 

 

Hallo liebe ZRMlerInnen und Interessierte,

Das Web 2.0 ist für bestimmte Teile aus dem ZRM-Training sicher geeignet!
Heute nachmittag habe ich eine Idee umgesetzt, die evtl. für uns Etwas sein kann.
Unter der URL findet Ihr das neu eingerichtete Forum: http://mover.de/forum/ideenkorb.html
Die Anleitung dafür, wie das funktioniert, findet sich unter: http://mover.de/media/kunena/attachments/849/AnleitungfrdasForum.pdf

Damit ihr - ohne Euch anmelden zu müssen - sehen könnt, was ich damit meine, surft einfach mal hierher:

http://mover.de/forum/ideenkorb/3-ideenkorb-zu-meinem-bild-erbeten.html

Sieht unspektakulär aus, ABER: Euch fallen bestimmt ne Menge Ideen ein, WIE ihr das in Eueren Coachings, Seminaren etc. nutzen könnt!
Und ausserdem kann jedeR dieses Angebot kostenlos nutzen, um sich im Rahmen des Zürcher Ressourcen Modell einen Ideenkorb geben zu lassen.

Wir alle haben Ideen - lasst Sie uns mit einander teilen!
Friedrich Fuhr

 

 

 

Neustart im Kopf

Homunculus-deEin interessanter Filmbeitrag zur Neuroplastizität des Gehirns. Die Dokumentation lief am 25. August auf Arte TV.

Die Beschreibung von arte: "So allgemeinverständlich wie der britische Neurologe und Schriftsteller Oliver Sacks erklärt auch der kanadische Psychiater und Psychoanalytiker Norman Doidge in seinem Buch "Neustart im Kopf - Wie sich unser Gehirn selbst repariert" das Prinzip der neuronalen Plastizität und der Anpassungsfähigkeit des Gehirns. Anhand einiger erstaunlicher klinischer Fälle stellt er Ergebnisse der Hirnforschung vor. Die Dokumentation vermittelt äußerst anschaulich die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich strukturell und funktional umzuorganisieren. Ärzte und Wissenschaftler, die mit ihren kreativen Ansätzen zur Erweiterung des neurologischen und neurobiologischen Wissens beigetragen haben, geben unterhaltsame Einblicke in ihre Arbeit. Dieser neuartige Blick auf das menschliche Gehirn und seine lebenslange Entwicklung eröffnet ungeahnte Perspektiven für Bildung und Kultur und offenbart das Anpassungspotenzial des Menschen. (Kanada, Frankreich, 2009, 70mn)". Quelle: http://videos.arte.tv/de/videos/neustart_im_kopf--6875504.html

 

Besonders die Darstellung (ab 22:20) zweier Schlaganfall-Patienten (Hr. Rosales und Frau Pérez) sind bspw. unter logopädischer Hinsicht (Sprachvermögen) sehr sehenswert!

Die neueren Hinweise darauf, dass "erlernter Nichtgebrauch" (E. Taub) durch einschränkungsinduzierte Therapie (constraint induced therapy) bzw. "forced use" gut behandelt werden können, werden durch die Ausführungen von Pulvermüller et al. zur alltagstauglichen kommunikativ orientierten Aphasietherapie unterstützt.

Neuronale Plastizität - auch noch 7 Jahre nach einem Schlaganfall (post onset) - dient der wirkungsvollen Reorgnisation unseres Gehirns - eine wesentliche Voraussetzung für die Wirksamkeit von MOVER und dem ZRM-Training.

Der Originalbeitrag von Arte TV ist derzeit nicht erreichbar, daher alternativ auf Youtube.